Reiseberichte von Hermann und Hans-Hubertus Braune

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Dresden - Auferstanden aus Ruinen

 

 

Dresden ist ein Musterbeispiel für diese bekannte Zeile. Dresden, die sächsische Metropole, auch als "Elbflorenz" bezeichnet, ist wahrhaft ,zumindest äußerlich sichtbar, auferstanden aus den Trümmern der Bombardements des 2.Weltkrieges.

 
   
 
   
 
   
Die meisten der barocken Bauwerke erstrahlen in alter Schönheit, wenn auch durchsetzt von gleichförmiger Investorenallerweltsarchitektur oder DDR-Prachtbauten (auch bereits Denkmäler).  
 
 
 
   
 
   
Am Bahnhof treffen wir auf eine Kindergruppe mit ihren "Tanten", sie wissen noch nicht, wohin ihre Reise geht, gucken sich erstmal das Treiben an.  
   
 
   
 
   
Ein gastronomisches Angebot von der Bockwurst bis zu kulinarischem Genuss bietet sich im Hauptbahnhof. Bei weitem nicht überall findet sich ähnliches in gleicher Atmospäre.  
   
 
   
 
   
 
   

Draußen schlängeln wir uns durchs Getriebe zur Elbe und zum "Blauen Wunder". Diese gewaltige Stahlbogenbrücke aus dem Jahre 1893 mit 147 m Spannweite führt zum Stadtteil Loschwitz.

Vom historisch geprägten Körnerplatz benutzen wir die Standseilbahn. Sie bringt uns durch die südländisch anmutenden Elbhänge hinauf zum "vornehmen" Villenviertel Weißer Hirsch. Auch hier wohnt eine bewegte Vergangenheit mit bekannten Namen. Und hier sind die Schauplätze von Uwe Tellkamps zeitgenössischen Romanen "Der Turm" sowie "Die Schwebebahn". In brillianter Form erzählt der hier geborene Schriftsteller eindringlich von den Menschen in der Zeit vor und nach der DDR-Wende.

 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
Das alles überblickt man fast grandios vom "Luisenhof",dem Balkon Dresdens. Namensgeberin war 1895 die Kronprizessin Luise von Toskana. Während eines gepflegten Frühstücks (wobei man keinesfalls die Patisserie übersehen sollte!) schaut man hinunter auf die Flußdampfer, das Blaue Wunder und ganz im Hintergrund -weniger Wunder - die umstrittene Waldschlösschenbrücke.  
   

 
   
 
   
Wieder unten, besticht in der Grundstraße 26 das "Haus Rote Amsel" mit seiner höchst eigenwilligen Fassade. Die ehemalige Wassermühle wurde um 1870 von dem Maler Eduard Leonhardi zu einem Malereimuseum umgestaltet und besteht so auch heute noch. Vom Körnerplatz aus empfiehlt sich ein Ausflug nach Pillnitz. Bis 1985 ging das per Straßenbahn, heute mit dem Bus. Oder zu Fuß über die Elbwiesen mit schönen Ansichten auf die Villen und Schlösser des Weißen Hirschen (oben liegt übrigens die Dresdener Heide, ein exellentes Wandergebiet mit viel Historie).  
   
 
   
Unterwegs begegnet man manchem Kleinod, so z.B. einem Konzertchen im Garten des Hauses Carl Maria von Weber.
Oder man sieht die Schifferkirche "Maria am Wasser".
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
Pillnitz, slawische Gründung aus dem 7.Jhdt.
Im 18.Jhdt. erbauten die sächsischen Könige und Kurfürsten hier im damals modischen Chinastil ihren Sommersitz, umgeben von herrlichen Parks und Gärten, die noch immer erlebenswert sind. So wie die Museen oder das Lustwandeln am Elbufer.
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   

Mit der Fähre erreicht man das gegenüberliegende Ufer. Möven begleiten diese Seefahrt ebenso wie die nostalgische Schaffnertasche, den sog. Galoppwechsler.

Drüben ist in der Nähe die Straßenbahn, mit der wir zurück in die quirlige Innenstadt fahren.

 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
Natürlich lockt nicht nur die Frauenkirche.  
   
 
   
Auch verschiedene Mode wird präsentiert.  
   
 
   
Angesichts der umliegenden ehrwürdigen Bauwerke und der Touristenscharen wird auf Sauberkeit geachtet, auch wenn der Verkehr stockt. Ein schönes Zeichen.  
   
 
   
 
   
Schön anzusehen ist auf jeden Fall die" Yenidze", eine ehem. Zigarettenfabrik, Marken "Salem" , um 1909 im Stil einer orientalischen Moschee als Gegenpol zu den Barockbauten ringsum errichtet. Heute renoviert und durch Büros, Restaurant und für Veranstaltungen genutzt ( z.B. in der gläsernen Kuppel orientalische Märchen).  
   
 
   

Soweit einige wenige Reiseeindrücke aus Dresden. Jeder weiß, da gibt es viel viel mehr.....

Fotos: Pascal Honstein und Hermann Braune
Text: Hermann Braune