Reiseberichte von Hermann und Hans-Hubertus Braune

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Burkardus und Wein in Franken

 

 

Im Jahr 740 gelangte ein Burkardus als Gefolgsmann des Iroschotten Willibrord, dem großen Christianisierer, in die Region Franken um den Main. Dünn besiedelt und dicht bewaldet war die Gegend und es herrschten keltogermanische Sitten.

Der Auftrag im Namen des Papstes und der Beteiligung von Bonifatius lautete, den Menschen hier den christlichen Glauben zu vermitteln, wobei die Kultstätten und Gebräuche nicht zu vernichten, sondern christlich umzuwidmen seien.

Burkardus bewirkte mit großem Eifer den Aufbau vieler "Kraftorte", deren Spuren noch bis in die heutige Zeit wirken.

Schließlich wurde er durch eine Herrscherperson namens Karlsmann aus Dankbarkeit für sein missionarisches und barmherziges Wirken im Jahre 742 zum ersten Bischof des neu entstehenden Bistums Würzburg bestimmt.

Die Zeiten waren bewegt, Herrscher und Geschlechter kamen und gingen, er gab Fehden und Rangeleien.

Schließlich zog sich Burkardus in sein Kloster Homburg zurück, hoch über dem Main gelegen und mit Blick auf den Kalmuth (keltisch: heiliger Berg), diesem langgestreckten Kalksteinrücken, der positives Denken auf den Menschen überträgt und der seit über tausend Jahren eine hervorragende Weinlage darstellt. So wie andere Höhen ringsum (auf verschiedenen Weinbergwegen zu erwandern).

Sehr verbunden mit einer Grotte unter dem Kloster starb Burkardus 752 an dieser Stelle.

Vom Kloster ist nichts mehr zu sehen. An seiner Stelle erhebt sich ein privater Fachwerkbau. Daneben aber liegt das Festgelände der Gemeinde Homburg, das für Weinfeste mit Blick auf den Kalmuth den idealen positiven Rahmen bietet.

Stufen führen hinunter zur "Burkardusgrotte". Man findet Gedanken an lang vergangene Zeiten und Menschen, die so vieles bewirkt haben. Bis ins Heute hinein.

Die lieblich zu nennende Umgebung mit mildem Klima und vielgestaltigen Bildern bietet einen idealen Urlaubsrahmen abseits von hektischem Tourismus und doch lebendig.

 
   
 
   
Blick ins Maintal bei Homburg.  
   
 
   
Gang und Blick in die Burkardusgrotte.  
 
 
 
   
   
 
   
Den Kalmus vor Augen.  
   
 
   
   
 
   
   
 
   
 
   
 
   

 

 
   
 
   
Der "Steeaisel" auf dem Festplatz Homburg in dankbarer Erinnerung an die Esel, die einst die Steine auf die Weinbergterrassen getragen haben.  
   

Text und Fotos: Hermann Braune